Standpunkte

Bildung als Kernaufgabe. Die Primarschule ist eine zentrale Aufgabe unseres demokratischen Staates. Bildung ist die Basis für die Zukunft unserer Kinder, für ein selbstbestimmtes Leben und für soziale Gerechtigkeit. Bildung ist dies Basis für Demokratie und Mitbestimmung. Leider sind wir uns dessen nicht immer bewusst und stellen die Qualität der Schule allzu schnell aus kurzsichtigen finanziellen Überlegungen hintenan. Sparmassnahmen im Bildungsbereich führen aber unweigerlich zu einem Leistungsabbau und untergraben das Fundament, auf dem unsere Gesellschaft und die Wirtschaft aufbauen. Das darf nicht sein.

Tagesschule erweitern. Mit dem Pilotprojekt mit drei Klassen und einem Kindergarten erproben wir bis 2021 die Tagesschule. Der Ausbau der Betreung im Rahmen einer Tagesschule ist wichtig, um Kindern echte Chancengleichheit zu ermöglichen. Indem Hausaufgaben in der Schule erledigt werden, haben auch Kinder aus bildungsfernen Familien eine Chance höhere Schulen zu erreichen. Ausserdem bieten Tagesschulen insbesondere Frauen eine gute Möglichkeit, auch berufliche Ziele verfolgen zu können. Tagesschulen sind ein Standortvorteil und ziehen vor allem auch gute Steuerzahler an.

Schule weiter entwickeln. Die Schule steht vor grossen Herausforderungen. Der neue Berufsauftrag für die Lehrpersonen wurde per Schuljahr 2017/18, der Lehrplan 21 wird per Schuljahr 2018/19 eingeführt. Er beinhaltet unter anderem auch die Medienbildung, die den Unterricht verändern wird. Auch im Bereich der integrierten Förderung braucht es immer wieder neue und kreative Lösungen.

Starke Schule – starke Kinder. Mit zwei wichtigen Schwerpunkte stärken wir sowohl die Lehrpersonen wie auch die Kinder. Wir arbeiten dabei nach dem Ansatz «Stärke statt Macht», um in schwierigen Situation in den Klassenzimmern so schnell als möglich wieder Ruhe und Ordnung herbeiführen zu können. Dies zum Schutz aller Kinder wie auch der Lehrpersonen. Ausserdem fördern wir eine gewaltfreie und wertschätzende Kommunikation, um Konflikte effizient lösen zu können.

Schulraumplanung. Mit dem Neubau des Schulhauses Krämeracker wird die Schulraumsituation entspannt. Doch Uster wächst weiter – gemäss Vorgaben des Kantons bis 2035 auf 40’000 Einwohner. Die Schulraumplanung werden wir deshalb auch in den kommenden Jahren aktiv weiter führen, um frühzeitig Engpässe erkennen und notwendige Erweiterungen, Anbauten oder Neubauten planen und realisieren zu können.

Integrative Förderung. Die Schule ist der Ort des gemeinsamen Lernens. Alle Kinder und Jugendliche sollen darum möglichst gemeinsam unterrichtet und in ihren unterschiedlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten unterstützt werden. Voraussetzung dafür sind einerseits eine gute Zusammenarbeit zwischen den Klassenlehrpersonen und den HeilpädagogInnen, und andererseits die nötigen finanziellen Mittel. Von der integrativen Schule profitieren alle, denn auch Kinder mit speziellen Bedürfnissen können so an der schulischen Gemeinschaft teilhaben. Leistungsstärkere Kinder lernen gleichzeitig auf schwächere Kinder Rücksicht zu nehmen.

Frühförderung ausbauen. In Uster sind aktuell drei Abteilungen in irgendeiner Form mit Frühförderung beschäftigt: Die Abteilung Präsidiales, die das Dossier führt, die Abteilung Soziales und die Abteilung Bildung/Primarschule. Eine enge Zusammenarbeit, um effiziente neue Lösungen zu finden, ist dabei unerlässlich. Denn wir wissen: Wenn in den ersten fünf Jahren wichtige Entwicklungsschritte verpasst werden, sind sie kaum mehr aufzuholen. Deshalb müssen Kinder gerade in diesen Jahren gefördert werden. Unabhängig aus welcher Kasse Projekte finanziert werden, der Nutzen kommt Uster und damit der gesamten Gesellschaft zugute.

Eltern und Erziehungsberechtigte. Die wichtigsten Partner der Schule sind die Eltern und Erziehungsberechtigte. Je besser die Beziehung zwischen Eltern und Schule umso einfacher können Probleme gemeinsam gelöst werden. Insbesondere bei Schwierigkeiten im Unterricht oder der Betreuung, bei integrierter Förderung ist die Schule auf eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern angewiesen, um für die Kinder die ideale Förderung ermöglichen zu können. Die Eltern und Erziehungsberechtigten engagieren sich auch mit viel Herzblut für die Schule und ermöglichen so spannende Angebote für ihre Kinder wie «en gsunde Znüni», «sicher Kreiselfahren» oder «bewegte Pausen».

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