Bilanz 2022-2026

Die Arbeit als Primarschulpräsidentin bereitet mir grosse Freude. Die Primarschule Uster ist mit rund 600 Mitarbeitenden und knapp 3000 Kindern eine bedeutende Bildungsinstitution. Bildung ist das Fundament für ein selbstbestimmtes Leben und eine stabile Demokratie – sie befähigt Kinder, sich sozial, kreativ und geistig in unserer Gesellschaft zu entfalten und einen wichtigen Beitrag zu leisten.

Mit der Integration der Musikschule in die Primarschule verbinden wir Unterricht und Musik stärker. Musik fördert nachweislich die geistige Entwicklung – Projektwochen wie im Talacker zeigen, dass diese Zusammenarbeit gelingt.

Ich bin stolz auf unsere engagierten Mitarbeitenden, die Tag für Tag qualitativ hochwertigen Unterricht und Betreuung bieten. Unabhängige Schulbeurteilungen bestätigen unsere hohe Qualität und Innovationskraft.

Grosse Sorgen bereitet mir die zunehmende Mediennutzung von Kindern. Immer mehr Kinder zeigen bereits beim Kindergarteneintritt Entwicklungsverzögerungen. Kinder brauchen wieder mehr reale Erlebnisse, Spiel, Begegnungen – statt ständiger Bildschirmzeit. Deshalb setzen wir uns für Initiativen wie go offline bis 4, das Smartphoneverbot an der Primarschule und die freiwillige Erklärung „smartphonefrei bis Ende der 6. Klasse“ – eine Initiative der Elternräte – ein.

Unsere Schulen leisten Enormes – trotz wachsender Herausforderungen. Lehrpersonen und Fachkräfte tragen tagtäglich Verantwortung für Kinder mit unterschiedlichsten Bedürfnissen. Ihre Arbeit verdient Respekt und Anerkennung. Für sie und für unsere Kinder setze ich mich mit ganzer Kraft ein.

Zu den wichtigsten Projekten der letzten Legislatur zählen „draussen Lernen“, Fachpersonen Betreuung im Kindergarten, SchulePlus, go offline bis 4 sowie das Bauprojekt Gschwader.

  • Mit draussen Lernenhaben wir eine Lernform etabliert, die weit mehr ist als Unterricht im Freien. Kinder lernen intensiver, nachhaltiger und mit allen Sinnen – sie bewegen sich mehr, sind konzentrierter und entwickeln soziale Kompetenzen, die im Klassenraum oft schwierig zu fördern sind.
  • Nach einer erfolgreichen Pilotphase möchten wir Fachpersonen Betreuungin allen Kindergärten einführen. Diese Ergänzung wirkt doppelt: Lehrpersonen werden entlastet, und die Kinder profitieren von mehr individueller Aufmerksamkeit. Zwei Fachkräfte können Situationen differenzierter wahrnehmen, gezielter reagieren und ihre Erkenntnisse laufend austauschen – das stärkt die Qualität in allen Bereichen und entlastet die Lehrpersonen. Leider hat der Gemeinderat die Verlagerung der Personalressourcen abgelehnt. Nun müssen wir prüfen, wie wir die Fachpersonen Betreuung trotzdem einführen können. Denn die Unterstützung im Kindergarten ist dringend notwendig.
  • Mit der Weiterentwicklung der Tagesschule zu SchulePlus setzen wir auf enge Zusammenarbeit zwischen Unterricht, Betreuung und weiteren Fachpersonen. So wird vorhandenes Wissen gezielt eingesetzt, die Kinder werden umfassender gefördert, und das ganze System wird effizienter.
  • Ein Herzensanliegen ist mir die Kampagne go offline bis 4 und die Initiative der Elternräte für eine smartphonefreie Kindheit. Wir wissen heute, wie stark übermässige Bildschirmzeit frühkindliche Entwicklung beeinträchtigen kann – Sprache, Bewegung, Konzentration und Sozialverhalten leiden darunter. Unser Ziel ist ein gesellschaftliches Umdenken: Kinder sollen wieder echten Kontakt, Gespräche, Spiel und Bewegung erleben – und Erwachsene sollen als gute Vorbilder wirken.
  • Mit dem Bauprojekt Gschwader schaffen wir endlich mehr Platz für Tagesstrukturen und sanieren gleichzeitig die Turnhalle. Obwohl der Raum an der Schule weiterhin knapp bleibt, bringt der Ausbau deutliche Verbesserungen: Die neuen Räume können teilweise auch für den Unterricht genutzt werden und schaffen mehr Flexibilität und Entlastung.
  • Diese Projekte zeigen: Wir setzen konsequent auf Qualität, Zusammenarbeit und gesunde Entwicklung – für starke Kinder und eine zukunftsfähige Schule in Uster.

Trotz unterschiedlicher Meinungen gelingt es uns in der Schulpflege, gemeinsam mit unseren Fachpersonen fundierte und gute Entscheidungen für die Primarschule Uster zu treffen. Unterstützt werden wir dabei von einer kompetenten und engagierten Schulverwaltung, dem Gesamtschulleiter sowie den Schul- und Fachstellenleitungen. In Projekten beziehen wir Mitarbeitende und Schulleitungen aktiv ein. Unsere Schulleiterinnen und Schulleiter führen ihre Teams mit Weitblick, fördern neue Ideen, pflegen Bewährtes und entwickeln die Schule stetig weiter.

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